31 Dezember 2010 - 20:30

Mindestens 15 Menschen sind beim ersten US-Drohnenangriff in diesem Jahr auf Gebiete in Nord-Wazirstan ums Leben gekommen, das berichtete der pakistanische Fernsehsender Aadesh-TV unter Hinweis auf einen Vertreter der Zivilschutzbehörden.

Laut Medienberichten hatten US-Drohnen am Samstagmorgen mindestens drei Luftangriffe im Stammesgebiet Nord-Waziristan nahe der Grenze zu Afghanistan unternommen. Dabei wurden einige Autos vernichtet, in denen sich nach vorläufigen Informationen Aufständische befanden.
Die US-Drohnenangriffe in Pakistan werden immer intensiver. So gab es im abgelaufenen Jahr mehr als 100 Angriffe dieser Art auf den pakistanischen Nordwesten. Dabei wurden mindestens 670 Menschen getötet. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 war sie 45, bei denen etwa 420 Menschen ums Leben kamen.
Nord-Waziristan gehört zu der so genannten Stammeszone, die sich entlang der Grenze zu Afghanistan erstreckt. Dort gelten keine föderalen Gesetze, und die reale Macht gehört den Stammes- und Clanführern. In dieser Gebirgsgegend haben hunderte Radikalen, die mit den Taliban und der Al-Kaida verbunden sind, eine Zuflucht gefunden. Ihre Hauptziele der US-Drohnenangriffe.
Unterschiedlichen Schätzungen zufolge waren seit August 2008 bei Luftangriffen der amerikanischen unbemannten Flugkörper mehr als 1200 Menschen, darunter einige einflussreiche Führer radikaler Gruppen, getötet worden.